Erfahrungsbericht Auslandspraktikum Ungarn Erasmus+

In der Schule bin ich auf die Möglichkeit einer Weiterbildung zur „Europakauffrau“ aufmerksam geworden. Bestandteil dieser Weiterbildung ist unter anderem das Absolvieren eines Auslandspraktikums, sodass für mich schnell klar wurde, dass ich diese Weiterbildung anstreben möchte. Das Praktikum kann entweder eigens ausgewählt oder durch das Erasmus+-Förderprogramm organisiert werden.

Nachdem ich die Zustimmung für die Durchführung des Praktikums von Kesseböhmer bekam, habe ich mich direkt nach potenziellen Zielen erkundigt und mich für das Praktikum im Flap Competence Center (FCC) in Budapest entschieden.  Dies ist ein Joint Venture zwischen Kesseböhmer und der Häfele Group. Neben dem Kontaktaufbau zum Unternehmen gehörten auch die Buchung meiner Unterkunft und der Flüge dazu. Zusätzlich habe ich mich bei Erasmus+ um ein Stipendium beworben, um Fördergelder für die Reise zu erhalten.

Neben den ganzen formellen Angelegenheiten, musste ich  ein Vorbereitungsseminar besuchen, um das Stipendium zu erhalten. Das Seminar fand einen Nachmittag in der Berufsschule statt. Hier haben wir noch einmal unsere Verträge durchgesprochen. Außerdem musste ich von Erasmus+ ausgehend einen Online-Englischtest durchführen, um mein derzeitiges Sprachlevel bewerten zu können. Kesseböhmer hat mich natürlich bei der Vorbereitung des Praktikums unterstützt. Ich wurde vor der Reise praktikumsbezogen eingesetzt und konnte mich vorab mit den Schwerpunktthemen des Unternehmens auseinandersetzen. Dadurch fiel mir der Einstieg in Budapest um einiges leichter.

Dann konnte es endlich losgehen. Während meines Aufenthaltes habe ich bei einer älteren Dame namens Anna gelebt. Sie hat mir in den ersten Tagen viel geholfen und mir die wichtigsten Dinge wie z.B. Bus- und Bahnverbindungen gezeigt. Das war ebenfalls sehr hilfreich für den Start.

Bei FCC wurde ich in der Qualitätssicherung eingesetzt, durfte Belastungstests und Qualitätskontrollen durchführen, aber auch in der Produktion selbst helfen und Arbeitsanweisungen erstellen/optimieren. Das hat mir viel Spaß gemacht, da ich nach einigen Tagen recht selbständig arbeiten durfte. Mit meinen Arbeitskollegen habe ich mich sehr gut verstanden, ich wurde gut integriert und selbst an den Wochenenden haben sich die Kollegen Zeit für mich genommen und mir die Stadt gezeigt.

Neben der Arbeit hatte ich auch etwas Freizeit um Budapest zu erkunden. Budapest ist eine wunderschöne Stadt und sehr vielseitig. Es hat richtig Spaß gemacht, neue Orte zu entdecken. Am liebsten war ich  auf der Margareteninsel und in der großen Markthalle.

Nach meinem Aufenthalt musste ich neben den ganzen formellen Dingen einen abschließenden Online-Englischtest durchführen und tatsächlich hat sich mein Sprachniveau deutlich verbessert!

Insgesamt lässt sich also sagen, dass mich das Auslandspraktikum nicht nur sprachlich, sondern auch persönlich um einiges weiter gebracht hat. Auch meine berufliche Vision wurde positiv beeinflusst. Ich bin stolz darauf, dass ich eine solche Erfahrung erleben durfte und würde es jederzeit wieder machen. Solltet ihr die Chance haben, auch ein Auslandspraktikum absolvieren zu dürfen, dann nutzt sie! – Es lohnt sich!