Erfahrungsbericht Berufskraftfahrer

von Gino Böhme

Auf der Straße bin ich mein eigener Chef – das ist das allerbeste an meinem Beruf!
Da mir auf jeder Strecke immer wieder neue Herausforderungen wie Straßensperrungen, Staus oder enge Zufahrtswege begegnen, ist das alles andere als langweilig. Oft muss ich dann selbst entscheiden, welche Route ich mit meinem 40-Tonner fahre und wo ich am besten eine Pause einlegen kann.

Begeistert haben mich Autos schon immer. Deshalb habe ich nach der 9. Klasse eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker begonnen. Leider gefiel es mir in meinem ehemaligen Betrieb nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte. Deshalb habe ich mich kurzerhand gegen die Ausbildung und stattdessen für die 10. Klasse Realschule entschieden. Als ich mich dann fragte, was genau mir eigentlich an Autos gefällt, fiel mir auf, dass es neben der Technik, insbesondere das Fahren war, was mich begeisterte. Durch die Ausbildungsbroschüre von Kesseböhmer wurde ich dann auf die Ausbildung als Berufskraftfahrer aufmerksam. Seitdem genieße ich jeden Tag die tolle Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und meinem Ausbilder sowie das maximale Freiheitsgefühl, wenn ich mit meinem LKW auf der Fahrt bin.

Als Berufskraftfahrer der konzerneigenen Spedition transportiere ich für Kesseböhmer zahlreiche Waren durch ganz Deutschland. Da ich aber zu Beginn meiner Ausbildung erst 17 Jahre alt war, bin ich im ersten Lehrjahr oft als Beifahrer mit Kollegen unterwegs gewesen und habe beim Ein- und Ausladen geholfen. Währenddessen habe ich meinen PKW-Führerschein absolviert, um mit 18 meinen LKW-Führerschein anschließen zu können. Alle Kosten dafür trug mein Ausbildungsbetrieb. Darüber muss man sich als Azubi bei Kesseböhmer also keine finanziellen Sorgen machen. Als ich meinen LKW-Führerschein in der Tasche hatte, begann für mich die Ausbildung im Fahrbetrieb in Begleitung meines Ausbilders. Nachdem ich dabei viele Erfahrungen sammeln konnte, traute man mir auch erste, eigenständige Touren und Tagesfahrten in der näheren Umgebung zu. Während der Touren spielt unter anderem die korrekte Ladungssicherung eine wichtige Rolle. Gelegentlich fahre ich auch längere Strecken. Dabei bin ich aber maximal für 2 Nächte unterwegs. Geschlafen wird dann im eigenen LKW-Bett. Das ist tatsächlich sehr gemütlich! Internationale Touren dürfen wir Azubis aber nicht übernehmen, so dass man während der Ausbildung immer in Deutschland bleibt.

Meinen Ausbildungsbetrieb würde ich in jedem Fall weiterempfehlen, weil man hier mit Respekt behandelt und umfassend ausgebildet wird. Außerdem finde ich es toll, dass sich unser Ausbilder Zeit für uns nimmt und immer ein offenes Ohr für unsere Wünsche und Anliegen hat.

Gino BöhmeBerufskraftfahrer

Was man als Berufskraftfahrer mitbringen sollte? Interesse an Fahrzeugen und Fahrzeugtechnik, Durchhaltevermögen, falls es mit dem Rückwärtsfahren nicht auf Anhieb klappt und eine ruhige Einstellung, um dem ein oder anderen Straßenengpass entspannt entgegen zu sehen.