Erfahrungsbericht Industriekaufleute

von Paula Sophie Melcher

Nach dem Abitur eine Ausbildung machen? Warum gehst du nicht studieren?
Diese Frage wurde mir auf dem Gymnasium oft gestellt. Anscheinend waren dort alle der Ansicht, dass ein Abiturabschluss automatisch zum Studium verpflichtet. Ich sah das anders! Ich wollte nicht ins Ausland gehen oder planlos irgendein Studium an irgendeiner UNI anfangen, um es dann doch wieder abzubrechen. Ich wollte etwas lernen, ganz praktisch, um später einen beruflichen Abschluss in der Tasche zu haben. Ich wollte einen geregelten Arbeitsalltag und, da bin ich ganz ehrlich, ein geregeltes Einkommen.

Meine Ausbildung bei Kesseböhmer bietet mir genau das, was ich gesucht habe. Mein Papa gab mir den Tipp, den alljährlichen Abend der Ausbildung zu besuchen. Dort konnte ich mir selbst einen Eindruck von den einzelnen Ausbildungsberufen und der beeindruckenden Größe des Unternehmens verschaffen.

Paula Sophie MelcherIndustriekauffrau

Der Beruf der Industriekauffrau interessierte mich dabei ganz besonders, weil man durch die Rotation in den 13 verschiedenen Abteilungen einen sehr umfassenden Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Industriekaufleuten bekommt. Ich bewarb mich und hielt zu meiner großen Begeisterung, nach einem Einstellungstest und einem Vorstellungsgespräch, schon bald den Ausbildungsvertrag in der Hand.

Nach der Freude kam die Aufregung. Schließlich war ich bisher, mit Ausnahme kurzer Praktika, durchgehend zur Schule gegangen. Auf dem Informationstag im Mai lernte ich bereits einige der anderen angehenden Industriekaufleute kennen und das beruhigte mich ungemein. Als dann im August die Ausbildung mit der Einführungswoche startete, waren mir somit ein paar Gesichter schon bekannt. Mit allen Azubis des ersten Lehrjahres erhielten wir in dieser Woche ein Teamtraining und absolvierten ein Betriebsquiz. Das hat mir den Einstieg ebenfalls erleichtert. Daraufhin ging es für mich in die Serviceabteilung, anschließend in den Einkauf und danach in die Post.

Ich mag an meinem Ausbildungsberuf die Vielzahl an unterschiedlichen Tätigkeiten, die ich eigenständig ausführen darf. Mal ist man im engen Kundenkontakt und telefoniert deshalb viel. Mal müssen Serviceeinträge in das EDV-System eingegeben und der Mailkontakt mit Dienstleistern gehalten werden. Aber auch die interne Zusammenarbeit spielt eine große Rolle, da untereinander ebenfalls wichtige Ab- und Rücksprachen gehalten werden müssen.

Ich freue mich jetzt schon auf alle Abteilungen, die ich noch kennenlernen werde, da ich somit immer wieder aufs Neue sehen kann, welche Tätigkeiten mir besonders viel Spaß machen – und welche eher weniger. Dadurch weiß ich nach der Ausbildung genau, welcher Bereich mir auch später am meisten Freude bereiten wird. Eine bessere Grundlage für ein glückliches Arbeitsleben kann ich mir einfach nicht vorstellen!