Erfahrungsbericht Verfahrensmechaniker – Beschichtungstechnik

von Danny Schwarz

Auf der Suche nach einem passenden Beruf habe ich mich gefragt, wo eigentlich meine Interessen liegen. Im ABI hatte ich als Leistungskurse Chemie, Biologie und Mathe gewählt. Naturwissenschaft war zweifelsfrei mein Ding! Aber in welchem Beruf konnte ich diese Interessen einsetzen?

Ich fragte Freunde, Verwandte und Bekannte um Rat. Ausschlaggebend waren am Ende die Informationen meiner Schwester: Sie hatte bereits bei Kesseböhmer eine Ausbildung als Verfahrensmechanikerin absolviert. Was sie erzählte, gefiel mir so gut, dass ich mich auf ein Praktikum bewarb. Nach dem Praktikum war für mich klar: ich werde Verfahrensmechaniker!

Oft werde ich gefragt, was ich als Verfahrensmechaniker mache: Eine wichtige Aufgabe meines Jobs besteht darin, regelmäßig die Produktionsparameter zu überprüfen und einzustellen.

Danny SchwarzVerfahrensmechaniker

Dabei muss ich z.B. überprüfen, ob die von uns verwendeten Chemikalien im Bereich unserer Vorbehandlung (Waschanlage) die richtige Konzentration aufweisen. Außerdem bin ich mit meinen Kollegen für die Betreuung unserer Beschichtungsanlage zuständig und helfe, wenn nötig, mit einer Handbeschichtung nach. Bei Kesseböhmer arbeiten die Verfahrensmechaniker im Bereich der Pulverbeschichtung. Die Produkte werden mit einem elektrostatisch geladenen Pulver beschichtet und anschließend im Ofen eingebrannt, sodass das Pulver aufschmilzt, verläuft und zu einer gleichmäßigen Schicht aushärtet. In der Berufsschule lernen wir zudem die Beschichtung verschiedener Untergründe wie Holz oder Kunststoffe, sowie andere Beschichtungsverfahren wie Nasslackapplikation oder Kathodische Tauchlackierung. Daher ist der theoretische Teil meiner Ausbildung sehr umfangreich und interessant gestaltet. Ein großer Teil der theoretischen Ausbildung ist die Chemie. Und weil beim Umgang mit Chemikalien sehr gewissenhaft gearbeitet werden muss, bist du als chemieinteressierter Mensch in meinem Ausbildungsberuf genau richtig.

Besonders gerne arbeite ich bei Kesseböhmer, weil mir das freundschaftliche Miteinander mit meinen Kollegen so gut gefällt. Außerdem finde ich es toll, dass ich als Azubi schon recht früh Verantwortung tragen durfte. Zum Beispiel sind wir Azubis für die Prüfung und Auswahl neuer Beschichtungspulver mitzuständig. Unsere Testergebnisse und Einschätzungen werden hier ernst genommen. Und das Unternehmen ist daran interessiert, kompetente Azubis auszubilden. Das merkt man nicht nur an unserem Einsatzbereich, sondern auch an den Investitionen, die der Betrieb für unsere Fortbildungen tätigt.

Was ich mir wünschen würde? Einen kürzeren Weg zur Berufsschule. Da mein Ausbildungsberuf (noch) relativ selten ist, müssen wir angehenden Verfahrensmechaniker bis nach Münster fahren. Das ist ein ganzes Stück. Allerdings haben wir nach 1,5 Jahren auch nur noch ein Mal pro Woche Berufsschule. Und Kesseböhmer unterstützt unsere Fahrtwege mit Tankgutscheinen.

Unterm Strich kann ich meinen Ausbildungsberuf jedem empfehlen, der ein gutes chemisches Verständnis mit sich bringt, aber nicht nur im Labor, sondern auch praktisch an der Maschine tätig sein möchte. Wenn du zudem viel Wert auf gewissenhaftes Arbeiten und Teamarbeit legst, dann bist du hier genau richtig.